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ABC - Spanien | Donnerstag, 16. November 2006

Edurne Uriarte gegen eine Allianz der Zivilisationen

Die spanische Politologin Edurne Uriarte widerspricht der Idee einer "Allianz der Kulturen" zwischen dem Orient und dem Westen, die der spanische Ministerpräsident José Luis Zapatero angeregt hatte und die mittlerweile auch von der Uno unterstützt wird. "Eine Allianz der Kulturen impliziert, dass der Fundamentalismus überall in der Welt in gleichem Maß zunimmt. Des Weiteren geht sie davon aus, dass es Anstrengungen im Kampf gegen den Fundamentalismus gleichermaßen in demokratischen und undemokratischen Ländern gibt. Als ob das Problem des Fanatismus im Orient und im Westen dasselbe wäre. Als ob es einen Zusammenstoß der Kulturen gäbe und nicht einen Kampf zwischen Demokraten und Fundamentalisten. Das Binom Demokratie und Freiheit ist nicht mehr der Anhaltspunkt... Was die Allianz als Gegenmittel zum islamistischen Terrorismus angeht, ist der Vorschlag Zapateros schlicht inakzeptabel. Man weiß so gar nicht mehr, wer wirklich für den Terror verantwortlich ist - die weltweite Ungerechtigkeit oder die Terroristen. Ich verstehe, dass der ehemalige iranische Präsident Mohammed Chatami sich über so einen Text freut. Nicht aber ein spanischer Demokrat."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 16. November 2006

 

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